von Marco J. Bodenstein
von Prof. Dr. Theo Reim
von Dr. Helmut Bachmaier
zu: Elan Vital |
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Weibliches |
Eros |
Natur
von
Leib
Eines seiner bevorzugten Motive ist der menschliche, insbesondere der weibliche
Leib. Seine Akte und entsprechenden Skulpturen sind die beste Einlösung
seiner Ästhetik. Nietzsche schrieb im "Zarathustra" gegen die "Verächter
des Leibes": " Der Leib ist eine große Vernunft, eine Vielheit
mit einem Sinne, ein Krieg und Frieden, eine Herde und ein Hirt". Christian
Peschke geometrisiert oft die Leiber und bringt so anatomische Disproportionen
hervor. Er zergliedert und verbindet Körperflächen, oder er segmentiert
sie. Damit erschafft er neue Körper, die den Bauch und die Schenkel, die
Orbringt so . Er zergliedert und verbindet Körperflächen, oder er segmentiert
sie. Damit erschafft er neue Körper, die den Bauch und die Schenkel, die
Organe der Lust und des Lebens, besonders betonen., Quellendes, üppiges
Fleisch gibt der barocken Fülle des Körpers oft den sinnlichen Ausschlag.
Die Hautoberfläche wirkt fleckig, bearbeitet und wie von Lebensspuren gezeichnet.
Es ist nie der asketische Leib, nie der ausgezehrte Körper, dem die Lebensfülle
entzogen wurde – im Gegenteil:
Die starken Leiber verkörpern die Stärke des Lebens, die Stärke
der Frau. Oft sind die Leiber ineinander verschlungen, bilden ein Geflecht aus
Armen und Beinen. Oder die Akte sind in sich versunken, und die demonstrieren
die Rückkehr in und zu sich. Das äußere Kennzeichen des Individuums
ist sein Gesicht. Peschke raubt den Figuren ihr Gesicht, er entindividualisiert,
ja schematisiert das Gesicht und individualisiert dagegen den Leib. An die Stelle
der Physiognomie des Gesichts tritt die Physiognomie des Leibes. Der Leib ist
ihm eine Ganzheit, eine Vernunft, eine individuelle Wahrheit und ein lebensvolles
Sein. In dieser Körperkunst werden die Sinne und die Nerven, die Haut und
die Arme, also das Fühlende und das Fassende, die Schenkel und der Bauch,
also das sich Öffnende und das Bergende, der Rücken und der Schoß,
also das Plastische und das Verborgene, angedeutet und für den diskreten
Blick inszeniert.