Christian Peschke
 
AUSSAGE...
 
von Marco J. Bodenstein


von Prof. Dr. Theo Reim


von Dr. Helmut Bachmaier


zu:  Elan Vital | Realität | Wahrnehmung | Leib | Rund | Weibliches | Eros | Natur

von


Weibliches

Frauengestalten werden bei Christian Peschke zu verschiedenen Symbolträgerinnen: Als Ur-Mutter, aus der alles Leben und Sein hervorquillt, oder als chthonisches, erdhaftes Wesen erhält die Frau bei ihm die zentrale Stellung im Kosmos. Ihr werden Stärke, Kraft, Leidenschaft, Vitalität und Vernunft zugeschrieben, die sie verwaltet für die Menschheit. Das Weibliche ist auch das Ziel der großen Welt-fahrer: Odysseus, Faust oder Peer Gynt kehren zurück in den bergenden Schoß der Frau.

Dabei ist in der Geschichte dem Weiblichen oft die Authentizität geraubt worden: In der Idealisierung und Erhabenheit ( die Frau als Göttin ) sowie in ihrer Depravierung zum Objekt ( die Frau als Prostituierte) ist die Ikonengraphie des Weiblichen eine Geschichte vielfacher Beschädigungen. In Peschkes Kunstwelt wird der Leib der Frau gefeiert – Kunst als Huldigung an das Weib und an das Weibliche. Dies ist eine der großen Passionen des Künstler.