Christian Peschke
 
AUSSAGE...
 
von Marco J. Bodenstein


von Prof. Dr. Theo Reim


von Dr. Helmut Bachmaier


zu:  Elan Vital | Realität | Wahrnehmung | Leib | Rund | Weibliches | Eros | Natur

von


Eine Betrachtung von Prof. Dr. Theo Reim

Christian Peschke ist 1946 in Säckingen geboren, ist in Stuttgart aufgewachsen, war Schüler bei Prof. Gollwitzer und lebt und arbeitet heute in Italien.
Seine Plastiken bedingen eine eigene Art des Schauens und Erfassens. Ihn interessiert nicht das Individuum, sondern das Urbild als Symbol des Lebensspendenden, das Wärme und Geborgenheit ausstrahlenden Körpers. Die Harmonie seiner Figuren entsteht durch das Gleichgewicht zwischen Bewegung und Ruhe. Er sucht in seinen Skulpturen das Verbundensein des Runden, des Schenkens in der Fülle.
Das Material (Marmor-Bronze) ist nicht in Gewand, Falten und Draperie aufgelöst, sondern bleibt immer plastische Lebendigkeit. Im konsequent durchgeführten Prozeß der Abstraktion gelingt es Christian Peschke das Gewand zu entmaterialisieren, ohne der Figur die Würde und Dramatik zu nehmen, im Gegenteil, sie versteinert zu allgemein gültigem Ausdruck. Er setzt Bewegungsaugenblicke in Licht und Schattenspiele um, die als Einheit sichtbar und faßbar vor uns stehen und uns beglücken. Die raumbestimmenden Figuren vertragen keinen Hintergrund, sie wollen in die Mitte zwischen Himmel und Erde gestellt sein und füllen sie mit Leben ,weil sie doch ganz der Erde gehören.
Peschkes Plastiken strahlen Schönheit aus, sind ohne Pathos ,nicht laut, schön in ihrer runden Fülle und Ganzheit. Die poetische Form bietet uns den Schlüssel zum Verständnis des Schönen und weckt im Betrachter die richtige innige Empfindung, den Zusammenklang von Gefühl und Verstand im Schönen zu begegnen.
Jeder kann seinem eigenen Wesen in den Figuren jenen Seelenleben Peschkes nachkommen, denn der Bildhauer gibt ihnen etwas von der reinen Form wieder, die als Sehnsucht in jenen Seelen leben, die einen Zugang zum Reich des Ewiggültigen und Verbindenden haben.
Christian Peschke will uns mit seinen Werken den Sinn und das Empfinden für das Urmenschliche schenken und sollte das nicht Aufgabe jedes Künstlers sein, denn wir leben in einer Zeit des Eckigen und Kantigen und brauchen umsomehr Verbundensein im Runden.

In seinem facettenreichen Schaffen führt uns der Bildhauer und Maler wieder zu einem positiven Kunsterlebnis.
„Man sollte in seinem Tun Akzente setzen die das positive Empfinden sichtbar für andere machen“ erklärt Christian Peschke sein Anliegen. In einer Zeit immer weiterführender Abstraktionen, möchte er mit seinen Figuren wieder das Gefühl ein subjektiv zu erfahrenden Harmonie mit der Umwelt und sich selbst herstellen.
Kunst erleben heisst für Christian Peschke das mit allen Sinnen zu begreifende Verhältnis von Inhalt ,Form und Material.